La Palma, die schöne Insel

"La Isla Bonita", die schöne Insel oder "La Isla Verde", die grüne Insel, wird sie von den Einheimischen genannt. La Palma, deren vollständiger Name San Miguel de la Palma lautet, ist die nordwestlichste der im Atlantischen Ozean gelegenen sieben großen Kanarischen Inseln.

Sie ist auch mit Abstand die grünste Insel der Kanaren und weltweit als Wanderparadies bekannt. Dafür gibt es nur wenige Strände, denn die Vulkaninsel ist gerade einmal 708 Quadratkilometer groß, wobei die Berge aber mit dem höchsten unter ihnen, dem Roque de los Muchachos bis auf 2.426 Metern aufragen.

Das macht La Palma zu einer der steilsten Inseln der Erde mit einer sehr schroffen Küste, für ausgedehnte Sandstrände ist da einfach kein Platz. Das gleicht die wunderschöne Landschaft aber leicht wieder aus. Hier gibt es die einzigen natürlichen Gewässer der Kanaren, die das ganze Jahr über Wasser führen. Entsprechend üppig ist die Vegetation.

Hohe Berge und tiefe Täler wechseln sich ab, alles durchzogen von Wasserläufen und bedeckt von den unterschiedlichsten Pflanzen. Es gibt auch Lavafelder, denn der letzte Ausbruch ereignete sich 1971, mediterrane Trockenvegetation bis hin zu Kiefern- und Lorbeerwäldern.

Ganz besonders eindrucksvoll sind die Farben der Landschaft, von schwarzem Basalt über roten Tuff, grüne Pflanzen bis hin zum tiefblauen Atlantik. Nicht nur für Fotografen ein Erlebnis.

Massentourismus findet man hier keinen, lediglich kleinere Hotels und viele Gästehäuser laden ein, die paradiesische Insel zu besuchen. Es gab zwar schon im Jahre 1890 Hotels, vor allem Engländer kamen hierher, in den 1960er Jahren kam der Tourismus dann fast völlig zum Erliegen.

Erst als Ende der 1980er Jahre der Flughafen für größere Maschinen erweitert wurde, ging es wieder bergauf. Die Zahl der verfügbaren Betten bewegt sich inselweit aber immer noch weit unter 10.000.

Sehr beliebt ist der turismo rural, der ländliche Tourismus. Es werden viele der alten kanarische Bauernhäuser im Hinterland liebevoll renoviert und als Ferienhäuser angeboten. Man bekommt so das ursprüngliche kanarische Feeling in traumhafter Umgebung.

Wer die Insel erkunden möchte, der kann das auf einer der zahllosen Wanderrouten mit oder ohne Führer tun. Auch mit dem Mountainbike oder hoch zu Ross lässt sie sich bequem erforschen. An der Küste finden sich zahlreiche Tauchcenter und eine bunte Unterwasserwelt. Alle Orte sind über gut ausgebaute Straßen zu erreichen, es gibt auch ein umfangreiches Netz an Buslinien.

Die Hauptstadt der Insel Santa Cruz de La Palma befindet sich im Osten, während im Westen die größte Stadt der Insel, Los Llanos de Aridane liegt. Industrie gibt es keine, die Menschen leben von der Landwirtschaft oder eben vom Tourismus. Das Wetter ist aufgrund der Lage das ganze Jahr über angenehm warm.

La Palma wurde wie alle kanarischen Inseln ursprünglich vom Volk der Guanchen besiedelt, die aber 1493 von den Spaniern unterworfen wurden. Die Guanchen lebten zu dieser Zeit zwar recht primitiv in Höhlen, die Spanier brauchten aber mehrere Anläufe um sie zu besiegen. Bei den Feldzügen gab es hunderte von Opfern unter den Eroberern. Nur durch einen Trick gelang es schließlich doch noch die Insel zu unterwerfen.

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